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Gegen Wohnungseinbruch

Opfer eines Einbruchs zu werden ist für viele Menschen ein Schock. Das verloren gegangene Sicherheitsgefühl und die Verletzung der Privatsphäre machen häufig mehr zu schaffen als der Verlust von Sachwerten.

Es wird vielfach tagsüber eingebrochen. In den Monaten Oktober bis März nutzen die Täter vermehrt die früh hereinbrechende Dunkelheit. In diesem Zeitraum werden die höchsten Einbruchszahlen registriert.

Die Polizei will gemeinsam mit Euch die Wohnungseinbrüche reduzieren. Ihr selbst könnt bereits einen erheblichen Beitrag leisten, die Arbeit von Wohnungseinbrechern deutlich zu erschweren. Daher setzt Euch bitte mit dem Thema intensiv auseinander. Ich empfehle deshalb einen Besuch auf der Internetseite www.polizei-beratung.de

Täterarbeitsweisen

Das Einbrechen in Häusern und Wohnungen ist für die Täter häufig nur eine Sache von wenigen Sekunden.

Zu Eurer Sicherheit solltet Ihr prüfen ob Ihr diese Stellen nicht durch besondere Maßnahmen sichern könnt. Nutzt dazu das Angebot der Polizei. Die Polizei informiert individuell, objektiv und kostenlos. Ihr werdet über mechanische, elektronische und visuelle Sicherungseinrichtungen beraten.

Was könnt ihr tun?

Ihr könnt durch euer eigenes Verhalten noch mehr zu eurer Sicherheit beitragen.

  1. Verschließt Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit. Nutzt konsequent vorhandene Sicherungen.

  2. Erweckt auch bei Abwesenheit den Anschein, eure Wohnung sei bewohnt (Licht einschalten, Briefkasten leeren lassen, Rolläden bewegen)

  3. Nutzt immer die Gegensprechanlage und/oder die Distanzsperre (Kette, Kastenschloss mit Sperrbügel) und lasst nur berechtigte Personen mit Ausweis in euren Wochenbereich.

  4. Fragt unbekannte Personen, sowohl Männer, Frauen, als auch Kinder und Jugendliche vor eurem Haus oder im Treppenhaus nach dem Grund ihres Aufenthaltes mit den Worten: "Kann ich Ihnen helfen?" Hinterfragt die Antworten. Täter schätzen keine Neugier!

  5. Notiert euch Kennzeichen verdächtiger Fahrzeuge sowie sonstige Auffälligkeiten und informiert sofort die Polizei über den Notruf 110.

Stellt euch der Polizei als Zeugen zur Verfügung, auch wenn ihr selbst eurer Beobachtung keine besondere Bedeutung beimesst. Oft helfen den Fachleuten auch diese Hinweise.

Nachbarschaftshilfe

Eine gut funktionierende Nachbarschaftshilfe bietet im Vorfeld ersten Schutz gegen Wohnungseinbrüche.

Gegenseitiges Kennen und Vertrauen fördern Lebensqualität und Sicherheit. Gegenseitige Hilfe, z.B. bei längerer Abwesenheit (Briefkasten leeren, Rollläden bewegen, Lichter ein- und ausschalten), steigert die Sicherheit und schützt gegen Einbrecher. Anonymität schafft Freiräume für Kriminalität. Lasst das nicht zu!

Vorsorge kann Einbrecher überführen

Für den Fall, dass bei euch eingebrochen wird, will die Polizei natürlich die Täter ermitteln.

Ihr helft dabei, wenn ihr möglichst umfassend über das entwendete Diebesgut informieren könnt. Die computerunterstützte Sachfahndung kann vor allem dann erfolgreich sein, wenn präzise Beschreibungen vorliegen.

Deshalbt solltet ihr Wertgegenstände dokumentieren, fotografieren und ggf. gravieren lassen. Notiert die Herstellerangaben, Fabrikationsnummern oder sonstige hilfreiche Angaben zum Gegenstand.

Kennzeichnet insbesondere Wertgegenstände individuell und macht euch Notizen darüber. Auf diese Weise könnt ihr der Polizei wertvolle Angaben machen, die zum Auffinden der entwendeten Sachen oder sogar zur Ermittlung der Täter führen können.

Die Chance, Wertsachen zurück zu erhalten, wird vergrößert.

Notruf 110

Scheut euch nicht, die Polizei über den Notruf 110 sofort zu informieren. Z.B. in folgenden Situationen:

Bei euch ist eingebrochen worden....

Quelle: Faltblatt der Polizei